Die Rübenbauern

Zucker - Ernährung und Gesundheit

Die Rolle des Zuckers in der Ernährung

Die ernährungsmedizinisch positive Wirkung des Lebensmittels Zucker ist von Ärzten und Ernährungswissenschaftlern bestätigt. Der in Deutschland (und damit analog in Österreich) übliche Zuckerkonsum kann nicht für die Entstehung von "Lebensstilabhängigen Krankheiten" wie Diabetes, Herzkreislauferkrankungen und Übergewicht verantwortlich gemacht werden. Weder die Gesundheit noch die Vitaminversorgung werden gefährdet. Auch die oberste amerikanische Gesundheitsbehörde Food and Drug Administration (FDA) stuft Zucker als sicheres Lebensmittel ein.

Wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema Zucker und Gesundheit auf der Basis eines 1998 veröffentlichten UN-Berichts (1) sowie einer wissenschaftlichen Tagung der Deutschen Akademie für Ernährungsmedizin (2).

 

  1. Gemeinsamer Bericht von Wissenschaftlern der Welternährungsorganisation FAO und der Weltgesundheitsorganisation WHO "Kohlenhydrate in der menschlichen Ernährung", FAO, Food and nutrition paper 66, Rom 1998.
  2. Kohlenhydrate in der Ernährungsmedizin unter Berücksichtigung des Zuckers", G. Thieme Verlag Stuttgart - New York, 1996.

Zucker macht nicht dick

Nach den heute vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnissen ist Übergewicht nicht auf hohen Zuckerverzehr zurückzuführen. Unter normalen Ernährungsbedingungen wird Zucker, wie alle Kohlenhydrate, nicht in Körperfett umgewandelt. Hoher Zucker- bzw. Kohlenhydratverzehr wird häufig bei Menschen mit niedrigerem Körpergewicht gefunden. Übergewichtige essen weniger Zucker, aber mehr Fett als Schlanke.

Karies ist vermeidbar

Zuckerkonsum gehört nicht zu den wichtigsten Faktoren für die Kariesentstehung. Nach den derzeitigen Erkenntnissen ist die Lehre von der strikten Korrelation zwischen Zuckerverbrauch und Kariesbefall nicht mehr aufrechtzuerhalten. Trotz des unveränderten Zuckerverbrauchs wird seit annähernd zwei Jahrzehnten weltweit ein starker Rückgang des Kariesbefalls bei Kindern und Jugendlichen festgestellt. Im Hinblick auf die Mundgesundheit sind keine Ernährungsempfehlungen notwendig, sondern nur die Regeln der Gesundheitsvorsorge. Zähneputzen unter Verwendung einer fluoridhaltigen Zahnpasta ist eine der wichtigsten Vorbeugemaßnahmen, zumal es in unserer Nahrung eine ganze Reihe von stark kariogenen Lebensmitteln gibt. Nach neueren Erkenntnissen ist der Zahnbelag (Plaque) die Ursache für die meisten Erkrankungen der Zähne und des sie umgebenden Gewebes. Gute Mundhygiene sorgt dafür, dass vorhandener Belag entfernt wird. Gleichzeitig werden mit der Mundhygiene Fluoride in die Plaque und über die Zahnflächen abgegeben. Durch die Wirkung der Fluoride wird der Zahn unempfindlich gegen Säureangriffe. Dabei beugen Fluoride der Karies vor. Die Einflüsse der Ernährung können durch optimale Mundhygiene mit Fluoriden weitgehend kompensiert werden.

Kein Unterschied zwischen Kristallzucker und Zucker in Früchten

Zucker wird im Körper in Glukose ab- und umgebaut, die in den Zellen zur Energiegewinnung genutzt wird. Es gibt keinen Grund, zwischen Kristallzucker und natürlich vorkommendem Zucker zu unterscheiden. Die Körperzellen können nicht erkennen, ob ein Glukosemolekül in einer Schokolade oder einer Limonade ursprünglich aus Brot, einem Apfel oder aus Zucker stammt.

Stoffwechsel

Nach dem derzeitigen Kenntnisstand gibt es keinen wesentlichen Unterschied zwischen komplexen Kohlenhydraten wie Stärke in Brot, Kartoffeln oder Nudeln und einfachen Kohlenhydraten wie Zucker. Die Blutzuckerreaktion nach dem Verzehr von Zucker ist geringer als nach dem Verzehr der gleichen Kohlenhydratmenge z. B. in Kartoffeln.

Diabetes

Zucker liefert den Zellen im Körper wie die anderen Kohlenhydrate Energie. Deshalb dürfen Diabetiker, denen bisher der Verzehr von Zucker strikt verboten war, jetzt im Rahmen ihres Diätplanes bis zu einem Zehntel ihres Energiebedarfs aus Zucker bestreiten.

Zucker kein Nährstoffräuber

Die Befürchtung, dass hohe Zuckeranteile in der Nahrung essentielle Nährstoffe aus der Nahrung verdrängen, konnte in mehreren Studien ausgeräumt werden.

Zucker ohne Einfluss auf Pilzbesiedelung im Darm

Anfang der 1980er-Jahre wurde die spekulative Behauptung aufgestellt, dass bestimmte Pilze im Darm für eine Vielzahl von Beschwerden verantwortlich seien und eine zuckerfreie so genannte "Anti-Pilz-Diät" helfen könne. Inzwischen wurde dies durch wissenschaftliche Untersuchungen widerlegt. Keine der kontrollierten Studien konnte einen Zusammenhang zwischen einem sehr hohen Zuckerkonsum und der Pilzbesiedelung im Darm erkennen. 
Quelle: UNION-ZUCKER Südhannover GmbH

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